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Erenumab

Analgetika, Migränemittel, ATC-Code: N02CD01

Erenumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der an den Rezeptor des Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) bindet und dessen Funktion am Rezeptor hemmt (ATC-Code: N02CD01). Im zentralen EU-Verfahren wird es zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat angewendet.

Erenumab ist in der EU im zentralen Verfahren zugelassen (Zulassungsnummern EU/1/18/1293/…; Inhaber der Zulassung: Novartis Europharm Limited, Vista Building, Elm Park, Merrion Road, Dublin 4, Irland); die deutsche Fassung der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC, Anhang I) wird von der Europäischen Arzneimittel-Agentur veröffentlicht und ist die Grundlage dieser Seite. Die Anwendungsgebiete sind wörtlich Abschnitt 4.1 der zitierten deutschen SmPC entnommen. Die Zeitangabe „Stand der Information“ ist in der zitierten Anhang-Fassung nicht ausgefüllt; deshalb wird auf dieser Seite kein Stand-Datum ausgewiesen.

Die Aussagen zum Wirkmechanismus (mechanism simple/advanced) stehen wörtlich in Abschnitt 5.1 (Wirkmechanismus / Pharmakodynamische Eigenschaften) der deutschen EMA-Dokumentation und wurden gegen den US-amerikanischen FDA-Label für AIMOVIG (12.1 Mechanism of Action) in der Faktenrichtung abgeglichen; der FDA-Label betrifft das US-Produkt und trifft keine Aussage über eine Zulassung in Deutschland oder der EU. Die Target-Angabe ist einzelbelegt und wörtlich Abschnitt 5.1 der EMA-Dokumentation entnommen. Der ganze advanced-Block (CGRP-Physiologie) sowie die Sätze zur Lokalisation des Rezeptors und zur Selektivität innerhalb der Calcitonin-Familie sind einzelbelegt: der FDA-Label 12.1 hält sich auf zwei Sätze (Bindung an den CGRP-Rezeptor, Antagonisierung seiner Funktion) und widerspricht ihnen nicht; sie wurden als wörtliche 5.1-Zitate mit diesem Vermerk übernommen. Nicht übernommen wurde die Belastungsstudie bei Patienten mit stabiler Angina pectoris am Ende von 5.1, weil sie Studiendaten und nicht den Wirkmechanismus beschreibt. Dosierung, Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen stehen vollständig in SmPC und Packungsbeilage. Diese Seite ist Information, kein medizinischer Rat.

Wie es wirkt

Erklärt, was das Medikament im Körper bewirkt – nicht Dosierung, Nebenwirkungen oder Sicherheit.

Eine Analogie

CGRP ist ein Botenstoff, der bei Migräne freigesetzt wird und nozizeptive Signale weiterleitet; sein Spiegel steigt während eines Anfalls signifikant an. Erenumab besetzt den CGRP-Rezeptor und verdrängt CGRP von der Bindung – der Botenstoff kann seine Wirkung am Rezeptor nicht mehr entfalten.

Einfach erklärt

Erenumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der an den Rezeptor des Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) bindet. Der CGRP-Rezeptor ist an Stellen lokalisiert, die für die Pathophysiologie der Migräne relevant sind, wie etwa dem Ganglion trigeminale. Erenumab konkurriert wirksam und spezifisch mit CGRP um die Bindung am CGRP-Rezeptor und hemmt dessen Funktion am Rezeptor. Erenumab zeigt keine signifikante Aktivität an anderen Rezeptoren der Calcitonin-Familie.

Im Detail

CGRP ist ein Neuropeptid, das die nozizeptive Signalübertragung reguliert und als Vasodilatator wirkt. Es wurde mit der Pathophysiologie der Migräne in Zusammenhang gebracht. Es wurde gezeigt, dass der CGRP-Spiegel, im Gegensatz zu anderen Neuropeptiden, während eines Migräneanfalls signifikant ansteigt und sich beim Abklingen der Kopfschmerzen wieder normalisiert. Die intravenöse Infusion von CGRP löst bei Patienten migräneähnliche Kopfschmerzen aus.

Den Mechanismus in Bewegung sehen

Schematische Animation des Mechanismus — zur Verständlichkeit vereinfacht, nicht maßstabsgetreu.

Erenumab hemmt den CGRP-Rezeptor bei Migräne

CGRP-Rezeptor (Rezeptor des Calcitonin Gene-Related Peptide)Erenumabnozizeptive Signale
  1. CGRP ist ein Botenstoff, der bei Migräne freigesetzt wird und nozizeptive Signale weiterleitet; sein Spiegel steigt während eines Anfalls signifikant an.
  2. Erenumab besetzt den CGRP-Rezeptor und verdrängt CGRP von der Bindung – der Botenstoff kann seine Wirkung am Rezeptor nicht mehr entfalten.
  3. Der CGRP-Rezeptor ist an Stellen lokalisiert, die für die Pathophysiologie der Migräne relevant sind, wie etwa dem Ganglion trigeminale.
  4. Erenumab zeigt keine signifikante Aktivität an anderen Rezeptoren der Calcitonin-Familie.
Wie "Erenumab" wirkt

Zielstruktur: CGRP-Rezeptor (Rezeptor des Calcitonin Gene-Related Peptide)

Erenumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der an den Rezeptor des Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) bindet.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Zulassungen unterscheiden sich je nach Land und ändern sich im Zeitverlauf. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fachinformation.

Zugelassene Anwendungsgebiete in European Union

EMA
  • Aimovig ist angezeigt zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat.

Offizielle Quellen

Die Aussagen auf dieser Seite lassen sich auf diese Dokumente zurückführen.

  1. S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke, Prophylaxe der Migräne - AWMF 030-057, 2025

    AWMF - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Diese Seite erklärt, wie das Medikament im Körper wirkt – die Packungsbeilage ersetzt sie nicht. Für alles, was Sie konkret betrifft, gilt: Packungsbeilage lesen oder in der Apotheke nachfragen.

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