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Avalglucosidase alfa

Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel, Enzyme, ATC-Code: A16AB22

Avalglucosidase alfa ist eine rekombinante, humane, saure α-Glucosidase (rhGAA), die eine exogene GAA-Quelle darstellt und über Mannose-6-Phosphat-Rezeptoren in die Lysosomen aufgenommen wird (ATC-Code: A16AB22). Nexviadyme wird im zentralen EU-Verfahren zur langfristigen Enzymersatztherapie von Patienten mit Morbus Pompe angewendet.

Avalglucosidase alfa ist in der EU im zentralen Verfahren zugelassen (Zulassungsnummern EU/1/21/1579/001 bis EU/1/21/1579/004; Inhaber der Zulassung nach §7 der zitierten deutschen Fassung: Sanofi B.V., Paasheuvelweg 25, 1105 BP Amsterdam, Niederlande); die deutsche Fassung der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC, Anhang I) wird von der Europäischen Arzneimittel-Agentur veröffentlicht und ist die Grundlage dieser Seite. Die Anwendungsgebiete sind wörtlich Abschnitt 4.1 der zitierten deutschen SmPC entnommen (Textbasis: das Anhang-Dokument enthält einen einzigen SmPC-Block, Nexviadyme 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung). Die Zeitangabe „Stand der Information“ ist in der zitierten Anhang-Fassung nicht ausgefüllt; deshalb wird auf dieser Seite kein Stand-Datum ausgewiesen.

Die Aussagen zum Wirkmechanismus (mechanism simple/advanced) stehen wörtlich in Abschnitt 5.1 (Pharmakodynamische Eigenschaften; Wirkmechanismus) der deutschen EMA-Dokumentation und wurden gegen den US-amerikanischen FDA-Label für NEXVIAZYME (12.1 Mechanism of Action, 12.2 Pharmacodynamics) in der Faktenrichtung abgeglichen; der FDA-Label betrifft das US-Produkt – sein Labeler ist Genzyme Corporation (US-Labeler-Ebene desselben Konzerns), die EU-Zulassung steht nach §7 auf Sanofi B.V.; die Seite folgt dem §7-Wortlaut (Präzedenzfall de/edoxaban) – und trifft keine Aussage über eine Zulassung in Deutschland oder der EU. Die Target-Angabe ist einzelbelegt und wörtlich Abschnitt 5.1 der EMA-Dokumentation entnommen. Nicht übernommen wurden der komplette Block „Klinische Wirksamkeit und Sicherheit“ (Studie 1/COMET, Tabelle 4, LOPD-/LOPD-Pädiatrie-Daten) sowie die US-eigenen Hex4-/Glc4-Aussageblöcke aus 12.2, die in der deutschen 5.1 kein Gegenstück haben; die eingebettete Druckseite 14 am Ende des M6P-Satzes ist im Beleglauf getilgt. Dosierung, Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen stehen vollständig in SmPC und Packungsbeilage. Diese Seite ist Information, kein medizinischer Rat.

Wie es wirkt

Erklärt, was das Medikament im Körper bewirkt – nicht Dosierung, Nebenwirkungen oder Sicherheit.

Eine Analogie

Bei Morbus Pompe fehlt ein Enzym – die saure α-Glucosidase (GAA) –, das in den Recyclingstationen der Zelle, den Lysosomen, angestautes Glykogen abbaut. Avalglucosidase alfa ist eine im Labor nachgebaute Kopie dieses Enzyms, die von außen zugeführt wird. Damit sie am richtigen Ort ankommt, trägt sie besonders viele Mannose-6-Phosphat-Marker – etwa 15-mal so viele wie das Vorgängerenzym Alglucosidase alfa –, die wie Adressaufkleber von Andockstellen auf der Zelloberfläche erkannt werden. So gelangt das Enzym in die Lysosomen, wo es erst durch einen enzymatischen Zuschnitt voll aktiv wird und das Glykogen abbaut.

Einfach erklärt

Avalglucosidase alfa ist eine rekombinante, humane, saure α-Glucosidase (rhGAA), die eine exogene GAA-Quelle darstellt. Mit seinen Kohlenhydratgruppen bindet das GAA-Molekül nachweislich an den M6P-Rezeptoren auf der Zelloberfläche, dringt dann in die Zelle ein und wird in die Lysosomen transportiert, wo seine enzymatische Aktivität, der Abbau von Glykogen, durch proteolytische Spaltung erhöht wird.

Im Detail

Avalglucosidase alfa ist eine modifizierte Form von Alglucosidase alfa, bei der ungefähr 7 Hexamannose-Strukturen, die jeweils 2 terminale Mannose-6-Phosphat(bis-M6P)-Reste enthalten, an den oxidierten Sialinsäureresten der Alglucosidase alfa konjugiert werden. Avalglucosidase alfa besitzt 15-mal so viele Mannose-6-Phosphat(M6P)-Reste wie Alglucosidase alfa.

Den Mechanismus in Bewegung sehen

Schematische Animation des Mechanismus — zur Verständlichkeit vereinfacht, nicht maßstabsgetreu.

Wie Avalglucosidase alfa über den M6P-Rezeptor ins Lysosom findet

saure α-Glucosidase (GAA)Avalglucosidase alfaexogene GAA-Quelle
  1. Morbus Pompe beruht auf dem Mangel der lysosomalen sauren α-Glucosidase (GAA); Avalglucosidase alfa ersetzt dieses Enzym von außen.
  2. Avalglucosidase alfa ist eine modifizierte Form von Alglucosidase alfa, bei der ungefähr 7 Hexamannose-Strukturen, die jeweils 2 terminale Mannose-6-Phosphat(bis-M6P)-Reste enthalten, an den oxidierten Sialinsäureresten der Alglucosidase alfa konjugiert werden.
  3. Avalglucosidase alfa besitzt 15-mal so viele Mannose-6-Phosphat(M6P)-Reste wie Alglucosidase alfa.
  4. Mit seinen Kohlenhydratgruppen bindet das GAA-Molekül nachweislich an den M6P-Rezeptoren auf der Zelloberfläche, dringt dann in die Zelle ein und wird in die Lysosomen transportiert, wo seine enzymatische Aktivität, der Abbau von Glykogen, durch proteolytische Spaltung erhöht wird.
Wie Avalglucosidase alfa wirkt

Zielstruktur: saure α-Glucosidase (GAA)

Avalglucosidase alfa ist eine rekombinante, humane, saure α-Glucosidase (rhGAA), die eine exogene GAA-Quelle darstellt.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Zulassungen unterscheiden sich je nach Land und ändern sich im Zeitverlauf. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fachinformation.

Zugelassene Anwendungsgebiete in European Union

EMA
  • Nexviadyme (Avalglucosidase alfa) ist für die langfristige Enzymersatztherapie zur Behandlung von Patienten mit Morbus Pompe (Mangel an saurer α-Glucosidase) indiziert.

Offizielle Quellen

Die Aussagen auf dieser Seite lassen sich auf diese Dokumente zurückführen.

Diese Seite erklärt, wie das Medikament im Körper wirkt – die Packungsbeilage ersetzt sie nicht. Für alles, was Sie konkret betrifft, gilt: Packungsbeilage lesen oder in der Apotheke nachfragen.

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