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Tagraxofusp

Antineoplastische Mittel; andere antineoplastsche Mittel, ATC-Code: L01XX67

Tagraxofusp, ein gegen CD123 gerichtetes Zytotoxin, besteht aus einem rekombinanten Fusionsprotein aus humanem Interleukin-3 (IL-3) und trunkiertem Diphtherietoxin (DT) und richtet sich gegen CD-123-exprimierende Zellen (ATC-Code: L01XX67). Im zentralen EU-Verfahren wird ELZONRIS als Monotherapie zur Erstlinien-Behandlung erwachsener Patienten mit blastischer plasmazytoider dendritischer Zellneoplasie (BPDCN) angewendet.

Tagraxofusp ist in der EU im zentralen Verfahren zugelassen (Zulassungsnummer EU/1/20/1504/001; Inhaber der Zulassung nach §7 der zitierten deutschen Fassung: Stemline Therapeutics B.V., Basisweg 10, 1043 AP Amsterdam, Niederlande; Datum der Erteilung der Zulassung laut §9: 07. Januar 2021); die deutsche Fassung der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC, Anhang I) wird von der Europäischen Arzneimittel-Agentur veröffentlicht und ist die Grundlage dieser Seite. Das Anhang-I-Dokument enthält einen einzigen SmPC-Block (Textbasis: ELZONRIS 1 mg/ml Konzentrat). Die Anwendungsgebiete sind wörtlich Abschnitt 4.1 der zitierten deutschen SmPC entnommen. Die Markenschreibweise „ELZONRIS“ (groß) folgt der §1-Druckform der deutschen Fassung; die PTG-Zeile der Quelle schreibt „antineoplastsche“ ohne „t“ (Druckform erhalten, siehe Abschnitt 5.1). Die Zeitangabe „Stand der Information“ ist in der zitierten Anhang-Fassung nicht ausgefüllt; deshalb wird auf dieser Seite kein Stand-Datum ausgewiesen.

Die Aussagen zum Wirkmechanismus (mechanism simple/advanced) stehen wörtlich in Abschnitt 5.1 (Pharmakodynamische Eigenschaften; Unterabschnitt Wirkmechanismus) der deutschen EMA-Dokumentation – diese Fassung führt keinen Unterblock zu den pharmakodynamischen Wirkungen (Ein-Form-Fall wie de/pregabalin und de/ustekinumab; der Kurzblock „Klinische Wirksamkeit und Sicherheit“ folgt unmittelbar) – und wurden gegen den US-amerikanischen FDA-Label für Elzonris (12.1 Mechanism of Action) in der Faktenrichtung abgeglichen; der FDA-Label betrifft das US-Produkt und trifft keine Aussage über eine Zulassung in Deutschland oder der EU. Die Target-Angabe ist einzelbelegt und wörtlich Abschnitt 5.1 der EMA-Dokumentation entnommen. Die Doppelsetzung der Rezeptorschreibweise in der Quelle („CD123“ im ersten Halbsatz, „CD-123“ im zweiten) folgt der Druckform; das US-Label nennt durchgehend „CD123“ und stellt die Wirkung als „inhibits protein synthesis and causes cell death“ dar — Faktenrichtung deckungsgleich. Nicht übernommen wurde der „Klinische Wirksamkeit und Sicherheit“-Block (SL-40126 Studie 201). Dosierung, Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen stehen vollständig in SmPC und Packungsbeilage. Diese Seite ist Information, kein medizinischer Rat.

Wie es wirkt

Erklärt, was das Medikament im Körper bewirkt – nicht Dosierung, Nebenwirkungen oder Sicherheit.

Eine Analogie

Ein Fusionsprotein kann Adressaufkleber und Fracht in einem tragen: Tagraxofusp nutzt Interleukin-3 als Adresssignal für CD123-tragende Zellen und schleust ein trunkiertes Diphtherietoxin ein. Im Zellinneren legt dieses Gift die Eiweißproduktion unwiderruflich lahm, indem es den Elongationsfaktor 2 (EF2) hemmt, und treibt die Zelle so in den programmierten Zelltod (Apoptose).

Einfach erklärt

Tagraxofusp ist ein gegen CD123 gerichtetes Zytotoxin bestehend aus einem rekombinanten Fusionsprotein aus humanem Interleukin-3 (IL-3) und einem trunkierten Diphtherietoxin (DT), das sich gezielt gegen CD-123 exprimierende Zellen richtet.

Im Detail

Tagraxofusp bewirkt in der Zielzelle eine irreversible Hemmung der Proteinbiosynthese, indem es den Elongationsfaktor 2 (EF2) hemmt, und löst somit eine Apoptose (Zelltod) aus.

Den Mechanismus in Bewegung sehen

Schematische Animation des Mechanismus — zur Verständlichkeit vereinfacht, nicht maßstabsgetreu.

Wie Tagraxofusp mit IL-3 die CD123-Zelle trifft

CD123-tragende ZellenTagraxofuspdie Zielzelle durchläuft Apoptose (Zelltod)
  1. Tagraxofusp trägt Adresssignal und Fracht in einem Fusionsprotein.
  2. Interleukin-3 dient als Adresssignal für CD123-tragende Zellen.
  3. So schleust es das trunkierte Diphtherietoxin in die Zielzelle hinein.
  4. Dort hemmt es irreversibel den Elongationsfaktor 2 und stoppt die Proteinbiosynthese.
Wie Tagraxofusp wirkt

Zielstruktur: CD123

Tagraxofusp ist ein gegen CD123 gerichtetes Zytotoxin bestehend aus einem rekombinanten Fusionsprotein aus humanem Interleukin-3 (IL-3) und einem trunkierten Diphtherietoxin (DT), das sich gezielt gegen CD-123 exprimierende Zellen richtet.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Zulassungen unterscheiden sich je nach Land und ändern sich im Zeitverlauf. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fachinformation.

Zugelassene Anwendungsgebiete in European Union

EMA
  • ELZONRIS wird angewendet als Monotherapie zur Erstlinien-Behandlung erwachsener Patienten mit blastischer plasmazytoider dendritischer Zellneoplasie (BPDCN) (siehe Abschnitt 5.1).

Offizielle Quellen

Die Aussagen auf dieser Seite lassen sich auf diese Dokumente zurückführen.

Diese Seite erklärt, wie das Medikament im Körper wirkt – die Packungsbeilage ersetzt sie nicht. Für alles, was Sie konkret betrifft, gilt: Packungsbeilage lesen oder in der Apotheke nachfragen.

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