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Pegzilarginase

Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel, Enzyme. ATC-Code: A16AB24

Pegzilarginase ist ein kobaltsubstituiertes, rekombinantes humanes Arginase-1-Enzym mit mPEG-Konjugation, das Plasma-Arginin in Harnstoff und Ornithin umwandelt (ATC-Code: A16AB24). Loargys wird im zentralen EU-Verfahren zur Behandlung des Arginase-1-Mangels (Hyperargininämie) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren angewendet.

Pegzilarginase ist in der EU im zentralen Verfahren zugelassen (Zulassungsnummern EU/1/23/1774/001 und EU/1/23/1774/002; Zulassungsinhaber nach §7 der zitierten deutschen Fassung – dort in der Großdruck-Überschrift „7. NAME DES ZULASSUNGSINHABERS“, einer neuen Titelform gegenüber den älteren zentralen Fassungen –: Immedica Pharma AB, 113 63 Stockholm, Schweden; Datum der Erteilung der Zulassung: 15/12/2023 in digitaler Druckform); die zitierte deutsche Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC, Anhang I, Einzelblock-Dokument, 36 Seiten) betrifft das Handelspräparat Loargys. Die Anwendungsgebiete sind wörtlich Abschnitt 4.1 der zitierten deutschen SmPC entnommen. Die Zeitangabe „Stand der Information“ ist in der zitierten Anhang-Fassung nicht ausgefüllt; deshalb wird auf dieser Seite kein Stand-Datum ausgewiesen. Die Rechtsinhaber-Kette Alexion → Immedica (Verlags-Lizenzübertragung) ist im Prüfbericht notiert; §7 der zitierten Fassung nennt Immedica Pharma AB.

Die Aussagen zum Wirkmechanismus (mechanism simple/advanced) stehen wörtlich in Abschnitt 5.1 (Pharmakotherapeutische Gruppe; Wirkmechanismus; Pharmakodynamische Wirkungen – Zwei-Formen-Fall mit beiden Unterblöcken) der deutschen EMA-Dokumentation und wurden gegen den US-amerikanischen FDA-Label für LOARGYS (12.1 Mechanism of Action, 12.2 Pharmacodynamics, 11 DESCRIPTION) in der Faktenrichtung abgeglichen; der FDA-Label betrifft das US-Produkt (Labeler Immedica Pharma US Inc., Markennamen-seitig gleichnamig) und trifft keine Aussage über eine Zulassung in Deutschland oder der EU. Nicht übernommen wurden der Satz, dass das Arginin im Plasma die Steady-State-Konzentration „in oder vor Woche 8“ erwartet erreicht wird samt Ausschluss eines Einflusses von Ausgangswert und Anwendungsart, die Sätze zum Wechsel von intravenöser auf subkutane Anwendung sowie die US-eigenen Guanidino-Compound-Spiegelungen aus 12.2, weil die Gegenseite für diese Formulierungen keine Entsprechung in der Faktenrichtung liefert. Die Umbruchstellen „Arginase-1- Enzymaktivität“ und „2- 5 Stunden“ erscheinen im Extrakt mit Leerzeichen nach dem Trennstrich; die Seite gibt die Druckform wieder (RELAX-Klasse, offengelegt). Dosierung, Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen stehen vollständig in SmPC und Packungsbeilage. Diese Seite ist Information, kein medizinischer Rat.

Wie es wirkt

Erklärt, was das Medikament im Körper bewirkt – nicht Dosierung, Nebenwirkungen oder Sicherheit.

Eine Analogie

Bei der Hyperargininämie fehlt das Enzym, das die Aminosäure Arginin abbaut; ohne es staut sich Arginin im Blut an und treibt die Beschwerden voran. Pegzilarginase ist eine im Labor hergestellte Kopie dieses Enzyms, die von außen zugeführt wird und das angestaute Arginin zu Harnstoff und Ornithin abbaut. Der angehängte mPEG-Träger hält die Enzymkopie länger im Kreislauf, ohne ihre Wirkung zu beeinträchtigen.

Einfach erklärt

Pegzilarginase ist ein kobaltsubstituiertes, rekombinantes humanes Arginase-1-Enzym, das mit 5 kDa mPEG-Trägern mit einem Substitutionsgrad von 6-12 Mol mPEG pro Mol Protein konjugiert wurde. Der mPEG-Träger reduziert die Clearance von Pegzilarginase, was zu einer verlängerten Halbwertszeit führt, während die Funktionen des Enzyms aufrechterhalten werden.

Im Detail

Bei ARG1-D handelt es sich um eine vererbte Stoffwechselerkrankung, die durch einen Mangel des Arginase-1-Enzyms gekennzeichnet ist und mit der eine anhaltende Erhöhung der Arginin-Plasmakonzentration einhergeht, was zu Krankheitsmanifestationen und zum Fortschreiten der klinischen Symptome führt. Die intravenöse Gabe von Pegzilarginase führte zu einer frühzeitigen Senkung der Arginin-Plasmakonzentrationen, wobei die mediane Zeit bis zum Nadir (niedrigster Arginin-Spiegel) 2-5 Stunden betrug.

Den Mechanismus in Bewegung sehen

Schematische Animation des Mechanismus — zur Verständlichkeit vereinfacht, nicht maßstabsgetreu.

Pegzilarginase baut das Arginin ab, das sich im Plasma staut

Arginin (Plasma-Arginin)PegzilarginaseArginin-Plasmakonzentration
  1. Bei der Hyperargininämie fehlt das Enzym, das Arginin abbaut; ohne es staut sich Arginin im Plasma und treibt die Krankheitsmanifestationen voran.
  2. Pegzilarginase ist ein kobaltsubstituiertes, rekombinantes humanes Arginase-1-Enzym, das mit 5 kDa mPEG-Trägern mit einem Substitutionsgrad von 6-12 Mol mPEG pro Mol Protein konjugiert wurde.
  3. Der mPEG-Träger reduziert die Clearance von Pegzilarginase, was zu einer verlängerten Halbwertszeit führt, während die Funktionen des Enzyms aufrechterhalten werden.
  4. Die intravenöse Gabe von Pegzilarginase führte zu einer frühzeitigen Senkung der Arginin-Plasmakonzentrationen, wobei die mediane Zeit bis zum Nadir (niedrigster Arginin-Spiegel) 2-5 Stunden betrug.
Wie Pegzilarginase wirkt

Zielstruktur: Arginin (Plasma-Arginin)

Es wurde nachgewiesen, dass Pegzilarginase das Arginin im Plasma rasch und nachhaltig reduziert und es in Harnstoff und Ornithin umwandelt.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Zulassungen unterscheiden sich je nach Land und ändern sich im Zeitverlauf. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fachinformation.

Zugelassene Anwendungsgebiete in European Union

EMA
  • Loargys wird angewendet zur Behandlung von Arginase-1-Mangel (ARG1-D), auch bekannt als Hyperargininämie, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter ab 2 Jahren.

Offizielle Quellen

Die Aussagen auf dieser Seite lassen sich auf diese Dokumente zurückführen.

Diese Seite erklärt, wie das Medikament im Körper wirkt – die Packungsbeilage ersetzt sie nicht. Für alles, was Sie konkret betrifft, gilt: Packungsbeilage lesen oder in der Apotheke nachfragen.

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