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Lonafarnib

Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel, sonstige Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel, ATC-Code: A16AX20

Lonafarnib ist ein krankheitsmodifizierender Wirkstoff, der Farnesylierung verhindert und dadurch die Ansammlung von aberrantem Progerin und Progerie-ähnlichen Proteinen in der inneren Zellkernmembran reduziert (ATC-Code: A16AX20). Im zentralen EU-Verfahren wird Zokinvy zur Behandlung von Patienten ab einem Alter von 12 Monaten mit genetisch bestätigtem Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom oder progeroider Laminopathie angewendet.

Lonafarnib ist in der EU im zentralen Verfahren zugelassen (Zulassungsnummern EU/1/22/1660/001 und EU/1/22/1660/002; Inhaber der Zulassung nach §7 der zitierten deutschen Fassung: TMC Pharma (EU) Limited, G24A ArcLabs Research & Innovation Centre, Carriganore, Waterford, X91 P20H, Irland; §9 dieser Fassung führt die Überschriftenform „Datum der Erteilung der ERSTZulassung/Verlängerung der Zulassung“ mit dem Erteilungsdatum 18. Juli 2022); die deutsche Fassung der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC, Anhang I) wird von der Europäischen Arzneimittel-Agentur veröffentlicht und ist die Grundlage dieser Seite. Das Anhang-I-Dokument enthält einen gemeinsamen SmPC-Block für beide Wirkstärken (50 mg und 75 mg Hartkapseln). Die Anwendungsgebiete sind wörtlich Abschnitt 4.1 der zitierten deutschen SmPC entnommen. Die Zeitangabe „Stand der Information“ ist in der zitierten Anhang-Fassung nicht ausgefüllt; deshalb wird auf dieser Seite kein Stand-Datum ausgewiesen.

Die Aussagen zum Wirkmechanismus (mechanism simple/advanced) stehen wörtlich in Abschnitt 5.1 (Pharmakodynamische Eigenschaften; Unterabschnitte Wirkmechanismus und Pharmakodynamische Wirkungen) der deutschen EMA-Dokumentation – Zwei-Form-Fall: beide Unterblöcke sind in dieser Fassung vorhanden (der Unterblock führt hier ausschließlich den Block „Verlängerung des QTc-Intervalls“) – und wurden gegen den US-amerikanischen FDA-Label für Zokinvy (12.1 Mechanism of Action) in der Faktenrichtung abgeglichen; der FDA-Label betrifft das US-Produkt und trifft keine Aussage über eine Zulassung in Deutschland oder der EU. Die Target-Angabe ist einzelbelegt und wörtlich Abschnitt 5.1 der EMA-Dokumentation entnommen; die Enzymnennung „farnesyltransferase“ steht so nur im US-12.1 (der deutsche Satz beschreibt die Farnesylierung als Vorgang). Nicht übernommen wurde der QTc-Block mit Studiendosen- und Expositionszahlen (200 mg zweimal täglich, maximale Plasmakonzentration 2 233 ng/ml, QTcF zwischen 0 und 20 ms). Der Satz zu Entzündungen und Fibrose in den Wänden großer Blutgefäße ist einzelbelegt (US-12.1 ohne Gefäßwand-Passus). Dosierung, Gegenanzeigen, Warnhinweise, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen stehen vollständig in SmPC und Packungsbeilage. Diese Seite ist Information, kein medizinischer Rat.

Wie es wirkt

Erklärt, was das Medikament im Körper bewirkt – nicht Dosierung, Nebenwirkungen oder Sicherheit.

Eine Analogie

Progerin ist ein fehlerhaftes Protein mit einem Fett-Anker: Durch die Farnesylierung bleibt es an der inneren Kernmembran kleben und zerstört sie von innen. Lonafarnib blockiert den Einbau dieses Ankers – so sammeln sich das fehlerhafte Progerin und ähnliche Proteine weniger an der Kernmembran an, und die Zelle behält ihre Form und normale Funktion.

Einfach erklärt

Lonafarnib ist ein krankheitsmodifizierender Wirkstoff, der Farnesylierung verhindert und dadurch die Ansammlung von aberrantem Progerin und Progerie-ähnlichen Proteinen in der inneren Zellkernmembran reduziert. Dies führt zu einer Aufrechterhaltung der Zellintegrität und der normalen Funktion.

Im Detail

Die Akkumulation von Progerin und Progerie-ähnlichen Proteinen in den Zellen in den Wänden großer Blutgefäße verursacht Entzündungen und Fibrose.

Den Mechanismus in Bewegung sehen

Schematische Animation des Mechanismus — zur Verständlichkeit vereinfacht, nicht maßstabsgetreu.

Wie Lonafarnib dem Progerin den Fett-Anker verweigert

Farnesylierung als Anker-EinbauLonafarnibweniger Ansammlung fehlgeleiteten Progerins
  1. Progerin ist ein fehlerhaftes Protein mit Fett-Anker.
  2. Durch die Farnesylierung bleibt es an der Kernmembran kleben und zerstört sie von innen.
  3. Lonafarnib verhindert diesen Anker-Einbau.
  4. Die Ansammlung von aberrantem Progerin in der inneren Kernmembran sinkt, und die Zellintegrität bleibt erhalten.
Wie Lonafarnib wirkt

Zielstruktur: Farnesylierung (Progerin und Progerie-ähnliche Proteine)

Lonafarnib ist ein krankheitsmodifizierender Wirkstoff, der Farnesylierung verhindert und dadurch die Ansammlung von aberrantem Progerin und Progerie-ähnlichen Proteinen in der inneren Zellkernmembran reduziert.

Zugelassene Anwendungsgebiete

Zulassungen unterscheiden sich je nach Land und ändern sich im Zeitverlauf. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fachinformation.

Zugelassene Anwendungsgebiete in European Union

EMA
  • Zokinvy ist angezeigt zur Behandlung von Patienten ab einem Alter von 12 Monaten mit genetisch bestätigter Diagnose von Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom oder progeroider Laminopathie mit Verarbeitungsfehler im Zusammenhang mit einer heterozygoten LMNA-Mutation mit Progerie-ähnlicher Proteinakkumulation oder einer homozygoten oder zusammengesetzten heterozygoten ZMPSTE24-Mutation.

Offizielle Quellen

Die Aussagen auf dieser Seite lassen sich auf diese Dokumente zurückführen.

Diese Seite erklärt, wie das Medikament im Körper wirkt – die Packungsbeilage ersetzt sie nicht. Für alles, was Sie konkret betrifft, gilt: Packungsbeilage lesen oder in der Apotheke nachfragen.

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